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Warmrauchversuche Flughafen Zürich: Wenn die Praxis die Simulation prüft

Auftraggeber: Equans Switzerland AG

Warmrauchversuche zur Plausibilisierung von Entrauchungsanlagen

Warmrauchversuche stellen ein praxisorientiertes und hilfreiches Verfahren dar, um die Wirksamkeit von Entrauchungsanlagen unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen. Sie dienen der Plausibilisierung der Anlagenfunktion in Situationen, in denen die Wirksamkeit nach den Standardvorgaben oder per Simulation nachgewiesen wurde. Sie können ein wichtiges Werkzeug für Betreiber, Planer und Behörden sein, um die Sicherheit in komplexen Gebäuden wie Atrien, Tiefgaragen oder Fluchtwegen zu plausibilisieren.

Die Durchführung der Warmrauchversuche erfolgt typischerweise in Anlehnung an die Anforderungen der vfdb-Richtlinie 1402 mithilfe einer mobilen Versuchseinrichtung. Dabei wird ein rückstandsfreier Testrauch eingesetzt. Dieser Rauch macht die Strömungsrichtung und die tatsächliche Leistung der Entrauchungsanlage vor Ort sichtbar. Die Versuche können neben der Funktionsprüfung auch der Untersuchung von Bestandssituationen sowie der Durchführung von Brandschutzübungen zur Schulung von Einsatzkräften und Personal herangezogen werden.

Der gesamte Prozess umfasst die Anreise, den Aufbau der Versuchseinrichtung, die Durchführung der Warmrauchversuche an den abgestimmten Standorten, eine laufende Foto- und Videodokumentation sowie die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse in einem abschließenden Prüfprotokoll. Als Voraussetzung vor Ort sind eine leistungsfähige Stromversorgung, ca. 5-8 kW für die 3–5 Nebelmaschinen und eine hinreichend freie Fläche für den Aufbau der Einrichtung erforderlich. Durch dieses Verfahren können die Schutzziele der Entrauchungsanlagen zuverlässig bewertet und dokumentiert werden.